
Ratgeber
Außenanlagen & Tiefbau
Was am Unterbau gespart wird, steht nach dem ersten Winter als Delle in der Fläche.
Die Schichten unter der Oberfläche lassen sich später nicht mehr korrigieren, ohne die ganze Fläche aufzunehmen. Deshalb ist hier jeder gesparte Euro der teuerste im ganzen Vorhaben.
So nicht
So richtigDie 2 häufigsten Fehler
- 1
Am Unterbau gespart
Die einzige Schicht, die sich später nicht mehr korrigieren lässt, ohne die Fläche aufzunehmen. Zu dünn aufgebaut oder nicht lagenweise verdichtet, und die Fläche setzt sich genau dort, wo Last darauf steht — unter dem Auto, unter den Füßen an der Tür.
Besser so
Tragschicht in Lagen von etwa 15 bis 20 Zentimetern einbauen und jede Lage verdichten, Bettung dünn und gleichmäßig. Und die Einfahrt ist nicht die Terrasse: Für eine nur begehbare Fläche sind grob 15 bis 20 Zentimeter Tragschicht üblich, für eine mit dem Pkw befahrene 25 bis 30 — bei schlechtem Untergrund mehr. Das ist keine Vorsichtsmaßnahme, sondern der Unterschied.
Grundlage: ZTV-Wegebau der FLL; DIN 18318 (Pflasterdecken und Plattenbeläge); bei höherer Belastung RStO
- 2
Entwässerung nicht geklärt
Wohin das Wasser von Dach, Terrasse und Einfahrt läuft, ist keine Detailfrage, sondern oft genehmigungspflichtig. Wer erst pflastert und dann fragt, gräbt die fertige Fläche wieder auf.
Besser so
Vor dem ersten Spatenstich klären: Kanal, Versickerung oder Rigole — und was die Gemeinde verlangt. Die Rinnen und Anschlüsse gehören dann in dieselbe Bestellung wie die Platten.
Grundlage: Kommunale Entwässerungssatzung — die Anforderungen sind örtlich verschieden und gehen jeder Norm vor
Das klären wir vor der Bestellung
- Was fährt darauf? Der Aufbau für einen Pkw ist ein anderer als für Füße.
- Wohin läuft das Wasser — Kanal, Versickerung, Rigole?
- Wie ist der Untergrund? Bindiger Boden braucht mehr Tragschicht.
- Liegt die Leitungsführung fest, bevor der Bagger kommt?
