Ratgeber

Garten & Terrasse

Sichtbar sind die Platten. Entschieden wird an den Rändern.

Alle Bauabschnitte

Was man an einer fertigen Terrasse zuerst sieht, sind die Ränder und die Fugen — und genau dort entscheidet sich, ob die Fläche in fünf Jahren noch aussieht wie am ersten Tag.

Ohne feste Randeinfassung wandern die Steine, und die Fläche wird von den Kanten her locker.So nicht
Ohne feste Randeinfassung wandern die Steine, und die Fläche wird von den Kanten her locker.
Großformatige Platten mit gleichmäßiger offener Fuge und sauberer Randschnittkante.So richtig
Großformatige Platten mit gleichmäßiger offener Fuge und sauberer Randschnittkante.

Die 3 häufigsten Fehler

  1. 1

    Keine Randeinfassung

    Eine gepflasterte Fläche schiebt sich unter Last nach außen. Ohne festen Rand wandern die Steine, die Fugen öffnen sich, und die Fläche wird von den Kanten her locker.

    Besser so

    Randeinfassung umlaufend, in ein Betonfundament mit Rückenstütze gesetzt, bevor gepflastert wird. Sie ist die günstigste Position im Angebot und die, die am meisten hält.

    Grundlage: DIN 18318; ZTV-Wegebau der FLL

  2. 2

    Gebundene und ungebundene Bauweise gemischt

    Es gibt zwei Systeme, und beide funktionieren: ungebunden mit Splittbett und losem Fugenmaterial, wasserdurchlässig und reparabel — oder gebunden, mit Mörtelbett und gebundener Fuge. Der Fehler ist die Mischung: gebundene Fuge auf ungebundenem Bett. Dann kann das Wasser oben nicht durch und unten nicht weg, und die Fuge reißt.

    Besser so

    Vorher entscheiden, welches System es wird, und beide Schichten dazu passend wählen. Ungebunden ist im Privatgarten meist die richtige Wahl: flexibel bei Setzungen und stellenweise zu öffnen. Gebunden lohnt sich, wo hoch belastet oder maschinell gereinigt wird.

    Grundlage: DIN 18318; ZTV-Wegebau der FLL — Mischbauweisen gelten dort als nicht fachgerecht

  3. 3

    Gefälle vergessen oder falsch herum

    Wasser läuft nicht von allein weg. Ohne Gefälle steht es auf der Fläche, friert im Winter und sprengt die Fuge. Mit Gefälle zum Haus hin steht es an der Wand.

    Besser so

    Gefälle vom Haus weg, gleichmäßig über die ganze Fläche — gefordert sind 2,0 bis 2,5 Prozent, bei wasserundurchlässigem Untergrund gern mehr. Am schwellenlosen Türanschluss zusätzlich eine Rinne davor; schwellenlos ohne Rinne heißt, dass das Wasser genau dort steht, wo es nicht hingehört.

    Grundlage: DIN 18318, ZTV-Wegebau (Mindestgefälle Pflaster- und Plattenflächen)

Das klären wir vor der Bestellung

  • Was fährt darauf? Terrasse und Einfahrt sind zwei verschiedene Aufbauten.
  • Format und Verband, und wie sollen die Randschnitte laufen?
  • Schwellenloser Übergang gewünscht? Dann sofort die Rinne mitdenken.
  • Holz oder WPC — und wenn Holz: vergrauen lassen oder ölen?
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